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Häufige Kritikpunkte am Wikiprinzip und Entgegnungen

Wiki löst nicht alle Probleme

  • Absolut richtig! Hat das jemand behauptet?

Mit dem Webeditor XY geht das alles viel besser

Kritik: Wieso sollte ich mit Wiki arbeiten wollen, wo doch Dreamweaver (Frontpage, GoLive, ...) bereits alles viel besser kann?

  • Wiki ist mehr als ein Webeditor: Das primäre Ziel von Wiki ist nicht, einen WYSIWYG (What you see is what you get) Editor zu ersetzen. Wiki ist ein Werkzeug zum gemeinsamen Erstellen von Webdokumenten. Zu diesem Zweck verfügen Wikis über Funktionen, die ein Webeditor nicht besitzt:
    • Sperrmechanismen: Es wird sichergestellt, dass niemand eine Seite zu bearbeiten beginnt, an der schon jemand arbeitet
    • Versionskontrolle: Alle Änderungen werden protokolliert und können später nachvollzogen werden.
    • Benachrichtigung: Ein Wiki kann regelmässig per Mail mitteilen, welche Seiten geändert wurden.

  • Wiki eignet sich zur Kollaboration, weniger zur Präsentation: Wiki soll die Homepage der Schule nicht ersetzen. Statischer Inhalt, der zudem noch offiziellen Status besitzt, wird wohl weiterhin besser auf einer normalen Website präsentiert. Wiki spielt seine Vorteile aus, wenn es darum geht, Inhalte gemeinsam zu erstellen und zu verändern (Projektarbeiten, Reiseplanung, Reiseberichte usw.) .

  • Ein Wiki muss nicht bei allen Benutzer/innen installiert werden: Gegenüber allen Webeditoren haben Wikis den Vorteil, dass sie von jedem Computer benutzt werden können, der über einen Webbrowser verfügt. Es muss keine zusätzliche Software auf dem Client-Computer installiert werden. Damit können Schüler/innen und Lehrer/innen auch von zu Hause aus mit Wiki arbeiten.

  • Ein Wiki kostet keine Lizenzgebühren: Im Gegensatz zu vielen Webeditoren sind die meisten Wikis kostenlos verfügbar. Eine Schule kann so Lizenzgebühren sparen.

  • Auch die Bedienung eines Webeditors muss zuerst gelernt werden: Natürlich kann man mit einem Webeditor problemlos Webseiten erstellen. Aber die Benutzung eines Webeditors bedingt einen Lernaufwand. Dreamweaver & Co. muss man zuerst lernen.

Wikis sind alle chaotisch

Kritik: Da kommt ja keiner mehr draus, das reinste Chaos. In einem Wiki findet man sich nie zurecht.

  • Wikis können chaotisch sein, müssen aber nicht: Wikis sind wie Wandtafeln (siehe WikiFuerSchulenAnschaulichErklaert). Es liegt somit an den Benutzer/innen, ein Chaos zu vermeiden.

  • Die grosse Gestaltungsfreiheit von Wikis ermöglicht eben auch das Chaos: Dies ist die Kehrseite der Medaille. Wiki bieten eine grosse Gestaltungsfreiheit, die eben auch zu einem Chaos führen kann, wenn niemand für Ordnung sorgt.

  • Das Gefühl von Chaos kann auch an der Neuartigkeit liegen: Ein neues Programm, eine neue Umgebung die man nicht kennt, erscheint einem rasch als chaotisch. Vielleicht sind Wikis gar nicht soo chaotisch, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Sobald sich der Nebel gelegt hat, sieht man die Strukturen klarer.

Wiki ist textlastig

Kritik: Die reinste Bleiwüste ist das ja. Sowas löscht mir ab, viel zu viel Text.

  • Wiki ist textlastig: Es stimmt schon, dass Wiki primär für Text geeignet ist. Es ist aber kein Problem, Bilder in Wiki zu integrieren und Seiten so ansprechender zu machen.
    laola.gif

Die Bedienung von Wiki ist nicht zeitgemäss

Kritik: Im Zeitalter von graphischen User-Interfaes ist die Bedienung von Wiki ja die reinste Katastrophe. Ich will doch keine Codes auswendiglernen. Mit Dreamweaver geht das so schön und komfortabel.

Wiki-Seiten sind hässlich

Kritik: Schau Dir die Seiten doch nur mal an. Sieht aus wie in den Urzeiten des WWW, sowas kann man doch heute nicht mehr bringen.

  • Ästhetik ist wichtig, aber... Es stimmt schon, dass das Layout vieler Wikis keine Augenweide ist. Es gibt aber auch gute Beispiele. Zudem ist es etwas kurzsichtig, ein neues Konzept nur wegen des Aussehens gleich wegzuwerfen. Hätte man das beim WWW gemacht, dann gäbe es das WWW heute nicht mehr...

In einem Wiki produzieren die Schüler/innen zu viel Text

Kritik: Grauenhaft, wenn die Schüler/innen alle beginnen im Wiki zu schreiben, dann kann ich als Lehrperson das ja gar nicht mehr alles lesen.

  • Alle reden von lahmen Schüler/innen... aber wenn die dann plötzlich Text produzieren, dann ist es auch wieder nicht recht? Natürlich ist das Korrigieren von Schüler/innenarbeiten ein Problem, aber Wiki ermöglicht doch beispielsweise, dass sich Schüler/innen die Arbeiten gegenseitig lesen und verbessern...

In einem Wiki kann ein Bösewicht ja alles löschen

  • Das kann er. Erstaunlicherweise will er das aber meistens gar nicht Dieses Wiki läuft seit Oktober 2002 und hat über 500 Benutzer/innen. Es gab bisher keinen Fall von Vandalismus. Sollte es je einen geben, dann lernt er die bösen Seiten von mir kennen...

  • Vertrauen: ...

-- BeatDoebeli - 27 Jan 2004


Siehe auch:
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